Dienstag, 1. März 2011

A whole new world. A new fantastic point of view.

http://www.youtube.com/watch?v=t9-CS2v8wcc
Michse wieder da!
Wie Mama bereits unter meinem letzten Blogeintrag gepostet hat, war ich letzte Woche nämlich in La Gamba, also irgendwo im nirgendwo im Süden Costa Ricas ;) Wir hatten nämlich Projektwoche, die hier so viel mehr taugt als jede Projektwoche, die ich in Deutschland hatte :)

Um also Frieden auf Erden zu bringen und den geringfügigen Lagerkollaps zu überwinden, sind wir alle in verschiedene Richtungen Zentralamerikas gewandert. Während es manch einen nach El Salvador zog, oder wie mich letztes Jahr nach Nicaragua, bin ich allerdings dieses Jahr im Lande geblieben.
La Gamba ist ein kleines Dorf, dass genauso heißt, wie die österreichische Tropenstation nebenan.

Abgeschieden von der Welt, lebt hier eine Gemeinde von etwa 80 Leuten von der Arbeit, die die Tropenstation und die Umgebung so bieten. Um da allerdings überhaupt hin zu kommen, muss frau schon einen starken Magen haben, denn es geht mit einem winzigen Reisebus 7 Stunden lang durch die Berge.

(Gruppenfoto an der Busstation © Dominic)

An "Kilometro 35" rausgeschmissen, wurden wir dann von einem kleinen Minibus abgeholt. Endlich im Dorf angekommen, wurden wir direkt freundlich von den Bewohner im Gemeindehaus begrüßt :) Denn das besondere an dieser Projektwoche war die Unterbringung in Gastfamilien, die es offensichtlich gewohnt sind, Freiwilligengruppen aufzunehmen.

Dominic (Bahamas) und ich haben uns ein Zimmer bei unserer liebenswerten Gastmama Dejaneira (wenn ich das jetzt halbwegs richtig geschrieben habe) geteilt (siehe Foto © Dominic). Das Haus war zwar klein und vollkommen aus Holz und auch die eine oder andere Kakerlake hat uns des nachts besucht, aber wir hatten definitiv die beste Köchin des Ortes erwischt :) Sie hat es nicht nur geschafft Reis und Bohnen genießbar zu machen, sondern uns auch Sachen wie Kartoffelsalat aufzutischen, der fast genauso wie bei Mama geschmeckt hat!
Es war nur durchaus gewöhnungsbedürftig als Dusche einfach einen Wasserhahn in 1,50m Höhe zu finden - das Wasser war natürlich eiskalt. Tatsächlich haben wir uns gelegentlich ein Stück in der Zeit zurück versetzt, denn die wenigsten Häuser hatten Telefone und Internet gab es im ganzen Ort nicht. Dafür haben einen ganz andere Dinge entschädigt :)

Tatsächlich war die Freundlichkeit dieser Gemeinde überwältigend - wo auch immer wir uns zum Besprechen getroffen haben, wir wurden mit Wasser und Melone versorgt. Auch die Kinder, wegen denen wir ja eigentlich da waren, waren unglaublich süß und immer dankbar. Innerhalb dieser Zeit haben wir nämlich versucht ihnen Englisch beizubringen. Schwierige Angelegenheit, denn das Dorf hatte mal nen Englischlehrer - aber nur für einen Monat - dann hat derjenige die Kurve gekratzt.

Doch dass wir nach all den Tagen nur einen begrenzten Wortschatz vermitteln konnten, spielt auch keine großartige Rolle, denn oftmals ging es einfach um den Kontakt mit den Kindern, um ihnen das Gefühl zu geben, dass es auch eine Welt außerhalb des Dorfes oder sogar Costa Rica gibt.

Denn ich muss leider sagen, dass oft selbst das Material mit dem sie gelernt haben, nicht wirklich auf dem neuesten Stand war... *hust* Meine Entdeckung, die mehrmals in einem Buch der "Sozialwissenschaften" abgedruckt war:

(Einen Keks für denjenigen, der einen der vielen Fehler findet...)

Unter anderem haben wir auch die Zeit genutzt den Sport- und Spielplatz zu säubern und dabei auch gleich einige unerwartete Dinge wegschrubben dürfen...

Tatsächlich wusste keiner der Dorfbewohner etwas mit diesen Symbolen anzufangen, weswegen Klaudia (Österreich), Yuval (Isreal) und ich eine Erklärung abgegeben haben, während wir die Schmierereien vom Spielplatz gewischt haben.
Da die Organisatoren aber extrem aufgeregt waren, als sie hörten, aus wievielen verschiedenen Regionen wir kommen, haben wir am Donnerstag Abend - unterbrochen von einem halbstündigen Stromausfall - eine 'kulturelle Präsentation' zum besten gegeben - leider haben wir uns doch eher zum Affen gemacht, als alles andere...

Doch von dem, was wir für die Region tun konnten - was leider am Ende weniger war, als wir gehofft hatten - mal abgesehen, haben wir auch einige sehr extrem coole, lustige, schöne, hammergeile Erfahrungen gemacht :)

Ein beinahe unberührter kleiner Wasserfall, ein Fluss, Regenwald, ein bisschen grün und ein paar Hühner. Achja und PARTY.

So waren wir also 5 Tage lang gut beschäfigt und haben uns Freitag nachmittag wieder auf den Rückweg gemacht. Allerdings war der Rückweg 9 Stunden lang, da wir 5 mal von der Policia gestoppt und unsere Dokumente kontrolliert wurden. In der Region sei ein besonders brutaler Mord passiert und sie würden nach dem Täter suchen. Na dann... oO

Lotta: "Why do they give the 1m gun to the guy that looks the dumbest?"
Yuval: "Don't worry, this is a really bad gun, only 30cm of it are actually the gun, the rest is visual effects!"
Lotta: "Thanks, now I'm calm."


Wieder hier angekommen habe ich allerdings einige Zeit gebraucht, um mich von der Busreise zu erholen, Panikattacke mit Krankenwagen eingeschlossen. Da kann ich so kleine Aufmunterer immer gut gebrauchen, wie z.B:
(Frau Dr. Dr. med. Lilli meldet sich auch ohne kopierte Doktorarbeit zum Dienst und wird die nächste Bundeskatze *knuffel*)

oder auch: 2,8kg zuhause © Mama :)

edit: oder auch: DANKE SYLVIA :) Ist heute angekommen! *mjam*

3 Kommentare:

  1. Kindi :-)

    Die Karte ist einfach nur von vor 1989 *keks!*

    *dicker kuss*

    Mama

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  2. Hallo Lotta,
    da ich Deine Probleme mit Busreisen gut aus dem gemeinsamen Urlaub in Schweden kenn, weiss ich genau was Du da durchgemacht hast. *respekt
    Dein Papa

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  3. Da habt Ihr aber echt und ganz und gar und wirklich ne tolle Projektwoche gehabt! Sowas ist schon was sehr Besonderes, finde ich.

    Und dass ich ein (politisches) Schwergewicht zu Hause habe, wusste ich schon immer ;-).

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