¡ Hola pallasos !
16 Clowns und 18 Sexual Education Leute haben sich am Sonntag den *Kalender such* 31. Januar um 5 Uhr morgens (!) auf dem Parkplatz des Colleges getroffen. Unnötig zu erörtern, dass alle verschlafen haben und das ganze ein bisschen hektisch wurde... in den viel zu kleinen Schulbus gequetscht sind wir nach San José getuckert und dort in den "Ticabus" umgestiegen. Nachdem wir entdeckt hatten, was die Tias uns als Frühstück eingepackt hatten (kalte Hamburger...), wurden vorher noch schnell and der Busstation für die letzten Colones eingekauft und dann gings in den überklimatisierten (arschkalten -.-) Bus, in dem wir 4 Stunden Zeit bis zur Costaricanischen/Nicaraguanischen Grenze hatten.
An der Grenze angekommen, begrüßte uns schon eine Affenhitze (jaa, in der Warteschlange wünscht man sich dann die Klimaanlage zurück...), die uns auf die 3 Stunden Wartezeit (!) einstellte. Endlich vor dem Offizer kriegt man auch nichts anderes, als nen blöden Blick (und der nichtmal auf die Underagepermission) und nen Stempel. Blond, europäisch...passt.
Steven (Gruppenleiter Clowning): "I have to confess something..."
Gruppe: *böser Blick*
Steven: "I am sorry...we have to do the same thing on the other side again...!
Aaaaaalso wieder in den Bus, 200 Meter weiter fahren und dann wieder raus, allerdings nicht ohne vorher deinen Reisepass abgeben zu müssen. Das gibt dir gar kein gutes Gefühl, wenn der Busfahrer mit allen Reisepässen in einer Plastiktüte weggeht... aber so wurde das Ganze auf immerhin nur 1 Stunde verkürzt. Während der Busfahrer nämlich alle Reisepässe stempeln lassen hat, haben wir unser Gepäck entgegen genommen und sind durch den Zoll gewatschelt. Also wirklich nur einmal sagen woher du bist und weitergehen, ohne dass deine Tasche auch nur angefasst wird.^^
Nach weiteren Stunden sind wir in Managua, der Hauptstadt Nicaraguas angekommen Von da ging es nocheinmal 2 Stunden mit dem Expressbus (gruseliges Klapperteil...) nach Esteli, wo wir uns auch von der Sexual Education Group verabschiedet haben, die noch ein Stückchen weiter mussten. Esteli liegt im Norden von Nicaragua, fast schon in Honduras, dort wurden wir von dem SOS Bus abgeholt, der uns ins Aldea SOS Kinderdorf gebracht hat, wo wir die nächsten Tage wohnen würden. Inzwischen hatten wir schon Abend und uns wurde kalter Reis mit kalten Bohnen und trockener Tortilla aufgetischt. Na gut, wir hatten uns auch verspätet. Danach wurden uns Zimmer im "Eingewöhnungszentrum" zugewiesen, die sogar ziemlich nett eingerichtet waren.
Bethania (Brasilien) und ich haben zusammen unseren 3. Zimmernachbar begrüßt. Ich darf vorstellen:
Den Abend haben wir mit Reden, Erkundschaften des SOS Kinderdorfes und Musik hören verbracht. Alles ganz ruhig.
Am nächsten Morgen haben wir uns nach dem Frühstück in unsere Clownsklamotten geschmissen und alle Kinder aus ihren Residenzen auf den Spielplatz gerufen. Freudig wurden wir von den Kindern (Alter 2-16) empfangen und angesprungen. Geschätzte 120 Kinder mit 14 Leuten zu betreuen ist übrigens nicht so einfach, wie gedacht...vor allem nicht, wenn sie alle gleichzeitig auf deinen Rücken möchten, an deiner roten Nase ziehen wollen und sowieso alle deine Freunde sind, aber ich hatte wirklich viel Spaß. :) Zu diesem Zeitpunkt hatten wir ja noch recht viel Energie und das für eine Menge Spaß gesorgt. Die Anstrengung hat sich aber nach 3 Stunden trotzdem bemerkbar gemacht und dann wurde es auch Zeit für Mittagessen. (Und ÜBERRASCHUNG: Es gab "Gallo Pinto" zu essen. Reis mit roten Bohnen und Tortilla. Mjam. Hatten wir ja noch nicht, dachte ich da schon. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch Illusionen, dass es in dieser Woche noch irgendetwas anderes zu essen geben würde...).
Nach der Mittagspause haben wir Theaterworkshops für die größeren Kinder gegeben, auch wenn sich die Kleinen es sich nicht nehmen lassen haben, bei der besten Gelegenheit auf deinen Arm zu hüpfen, einfach um mit dir zu kuscheln. Mein bester Freund, der Clown. :)
Dienstag haben wir uns je vormittags und nachmittags auf zur nahegelegenen Schule gemacht und an der Zeremonie für die Eröffnung des neuen Schuljahres teilgenommen. (Offensichtlich fangen die Schulen im Januar an oO). Die SOS Schule läuft aus Platzgründen 2 mal am Tag, d.h. die Hälfte der Schüler hat vormittags Unterricht, die andere nachmittags.
Gruppe: *böser Blick*
Steven: "I am sorry...we have to do the same thing on the other side again...!
Aaaaaalso wieder in den Bus, 200 Meter weiter fahren und dann wieder raus, allerdings nicht ohne vorher deinen Reisepass abgeben zu müssen. Das gibt dir gar kein gutes Gefühl, wenn der Busfahrer mit allen Reisepässen in einer Plastiktüte weggeht... aber so wurde das Ganze auf immerhin nur 1 Stunde verkürzt. Während der Busfahrer nämlich alle Reisepässe stempeln lassen hat, haben wir unser Gepäck entgegen genommen und sind durch den Zoll gewatschelt. Also wirklich nur einmal sagen woher du bist und weitergehen, ohne dass deine Tasche auch nur angefasst wird.^^
Nach weiteren Stunden sind wir in Managua, der Hauptstadt Nicaraguas angekommen Von da ging es nocheinmal 2 Stunden mit dem Expressbus (gruseliges Klapperteil...) nach Esteli, wo wir uns auch von der Sexual Education Group verabschiedet haben, die noch ein Stückchen weiter mussten. Esteli liegt im Norden von Nicaragua, fast schon in Honduras, dort wurden wir von dem SOS Bus abgeholt, der uns ins Aldea SOS Kinderdorf gebracht hat, wo wir die nächsten Tage wohnen würden. Inzwischen hatten wir schon Abend und uns wurde kalter Reis mit kalten Bohnen und trockener Tortilla aufgetischt. Na gut, wir hatten uns auch verspätet. Danach wurden uns Zimmer im "Eingewöhnungszentrum" zugewiesen, die sogar ziemlich nett eingerichtet waren.
Bethania (Brasilien) und ich haben zusammen unseren 3. Zimmernachbar begrüßt. Ich darf vorstellen:
Am nächsten Morgen haben wir uns nach dem Frühstück in unsere Clownsklamotten geschmissen und alle Kinder aus ihren Residenzen auf den Spielplatz gerufen. Freudig wurden wir von den Kindern (Alter 2-16) empfangen und angesprungen. Geschätzte 120 Kinder mit 14 Leuten zu betreuen ist übrigens nicht so einfach, wie gedacht...vor allem nicht, wenn sie alle gleichzeitig auf deinen Rücken möchten, an deiner roten Nase ziehen wollen und sowieso alle deine Freunde sind, aber ich hatte wirklich viel Spaß. :) Zu diesem Zeitpunkt hatten wir ja noch recht viel Energie und das für eine Menge Spaß gesorgt. Die Anstrengung hat sich aber nach 3 Stunden trotzdem bemerkbar gemacht und dann wurde es auch Zeit für Mittagessen. (Und ÜBERRASCHUNG: Es gab "Gallo Pinto" zu essen. Reis mit roten Bohnen und Tortilla. Mjam. Hatten wir ja noch nicht, dachte ich da schon. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch Illusionen, dass es in dieser Woche noch irgendetwas anderes zu essen geben würde...).
Nach der Mittagspause haben wir Theaterworkshops für die größeren Kinder gegeben, auch wenn sich die Kleinen es sich nicht nehmen lassen haben, bei der besten Gelegenheit auf deinen Arm zu hüpfen, einfach um mit dir zu kuscheln. Mein bester Freund, der Clown. :)
Natürlich hat das nicht lange gedauert, bis sich bei den Erstklässlern rumgesprochen hat, dass Clowns anwesend sind - sowas verbreitet sich schneller als binomische Formeln. Vom Lehrerpersonal akzeptiert haben wir also die Zeremonie ein bisschen aufgepeppt. Warum z.B nicht mal die Schulleiterin in Clownsbegleitung auf die Bühne bringen?
Nachdem wir also 2 mal die (zugegebenermaßen echt langweilige) Zeremonie und Klassenbespaßung verbessert haben und sogar die großen Pausen mehr oder weniger überlebt haben, sind wir abends in eins der vielen SOS Jugendresidenzen gefahren. Dort leben Teenager, die bereits arbeiten oder aber gerade ihre Schule abschließen zusammen mit Betreuern, die dafür sorgen, dass sie auf den richtigen Bahnen bleiben. Unser Transportmittel für diesen Ausflug? Für 19 Personen? Ein Pick-up!
(In the back of a pick-up truck!)
Die nächsten zwei Tage haben wir tagsüber in vielen vielen Kindergärten verbracht, deren Kinder ganz dringend eine andere Betreuungsperson gebraucht haben. Mich persönlich haben die halb verfaulten, halb nicht mehr existierenden Milchzähne der Kinder vor allem in den ärmen Stadteilen sehr schockiert. Das war definitiv das ärmste Stückchen Land, in dem ich je gewesen bin. Abends sind wir zu weiteren Jugendresidenzen und haben dort mit den Jugendlichen geredet, Musik gehört und die Leiterin des SOS Dorfes auf den Arm genommen.
Sobald wir aber wieder wohl behalten "zuhause" angekommen sind, haben wir "Mafia" gespielt. (Ich weiß nicht, wer hier "Zauberwald" kennt, im Prinzip geht es darum den zufällig ausgewählten Mörder zu finden und als Dorfgemeinschaft zu töten, bevor er das ganze Dorf auslöscht.).
Nachdem wir also 2 mal die (zugegebenermaßen echt langweilige) Zeremonie und Klassenbespaßung verbessert haben und sogar die großen Pausen mehr oder weniger überlebt haben, sind wir abends in eins der vielen SOS Jugendresidenzen gefahren. Dort leben Teenager, die bereits arbeiten oder aber gerade ihre Schule abschließen zusammen mit Betreuern, die dafür sorgen, dass sie auf den richtigen Bahnen bleiben. Unser Transportmittel für diesen Ausflug? Für 19 Personen? Ein Pick-up!
Die nächsten zwei Tage haben wir tagsüber in vielen vielen Kindergärten verbracht, deren Kinder ganz dringend eine andere Betreuungsperson gebraucht haben. Mich persönlich haben die halb verfaulten, halb nicht mehr existierenden Milchzähne der Kinder vor allem in den ärmen Stadteilen sehr schockiert. Das war definitiv das ärmste Stückchen Land, in dem ich je gewesen bin. Abends sind wir zu weiteren Jugendresidenzen und haben dort mit den Jugendlichen geredet, Musik gehört und die Leiterin des SOS Dorfes auf den Arm genommen.
Sobald wir aber wieder wohl behalten "zuhause" angekommen sind, haben wir "Mafia" gespielt. (Ich weiß nicht, wer hier "Zauberwald" kennt, im Prinzip geht es darum den zufällig ausgewählten Mörder zu finden und als Dorfgemeinschaft zu töten, bevor er das ganze Dorf auslöscht.).
Tally: "Let's kill Guido." Ori: "No, it's not Guido!" Tally: "Yeah, I know, just for fun!" Ori: "No, let's kill Salva!" Salva: "Why me?" Ori: "You have the evil look."
Freitag dann fand ich persönlich weniger gelungen -.- Ich bin mit einem halb zugeschwollenen Auge aufgewacht, konnte dementsprechend nicht am letzten Clowning teilnehmen, dann war das Auge bis zum Mittagessen fast wieder in Ordnung, da hab ich nach dem Abendessen fürchterliche Bauchkrämpfe bekommen. Ich hab euch doch erzählt, was es die ersten Tage zu essen gab? Richtig, Gallo Pinto gab es auch die Tage danach. Morgens, Mittags, Abends. Ich glaube, mein Magen verträgt das nicht.
Am späten Abend haben wir wie geplant mit den Sexual Education Leuten in ner "Karaokedisko" getroffen und wahrscheinlich hätte es mir auch ganz gut gefallen, wenn ich nicht immernoch krank gewesen wäre. Irgendwann hat Steven mich dann aufgrund des Weißheitsgrades meines Gesichtes zusammen mit den Erschöpften zurück ins SOS Dorf gebracht, wo ich ohne nur ans Packen zu denken ins Bett gegangen bin. Sagen wir einfach: Ich nachts mehrmals wachgeworden...
Als es mir auch am nächsten Morgen nicht besser ging, hat Steven mir noch eine Tablette gegeben - von der ich mich direkt übergeben habe - und mir Sonderrechte verschafft. Ich hatte jetzt nen Taschenträger, nen Wasserbringer und nen speziellen Platz im Bus - denn da mussten wir mal wieder rein. Für 12 Stunden also die ganze Einreisetortur nochmal rückwärts bis wir endlich in San José angekommen waren (inzwischen ging es mir zwar ein bisschen besser, aber ich hatte den ganzen Tag so gut wie nichts gegessen...) und dann vom College abgeholt worden. Eine Dusche später habe ich geschlafen.
Fazit: Sehr viel Spaß, sehr anstrengend, aber sehr lohnend, sobald ein Kind lacht. Ich würde es sofort wiedertun. (Naja. Sobald ich mehr Geld mitnehme, um auch mal was anderes als Gallo Pinto zu essen...)
Am späten Abend haben wir wie geplant mit den Sexual Education Leuten in ner "Karaokedisko" getroffen und wahrscheinlich hätte es mir auch ganz gut gefallen, wenn ich nicht immernoch krank gewesen wäre. Irgendwann hat Steven mich dann aufgrund des Weißheitsgrades meines Gesichtes zusammen mit den Erschöpften zurück ins SOS Dorf gebracht, wo ich ohne nur ans Packen zu denken ins Bett gegangen bin. Sagen wir einfach: Ich nachts mehrmals wachgeworden...
Als es mir auch am nächsten Morgen nicht besser ging, hat Steven mir noch eine Tablette gegeben - von der ich mich direkt übergeben habe - und mir Sonderrechte verschafft. Ich hatte jetzt nen Taschenträger, nen Wasserbringer und nen speziellen Platz im Bus - denn da mussten wir mal wieder rein. Für 12 Stunden also die ganze Einreisetortur nochmal rückwärts bis wir endlich in San José angekommen waren (inzwischen ging es mir zwar ein bisschen besser, aber ich hatte den ganzen Tag so gut wie nichts gegessen...) und dann vom College abgeholt worden. Eine Dusche später habe ich geschlafen.
Fazit: Sehr viel Spaß, sehr anstrengend, aber sehr lohnend, sobald ein Kind lacht. Ich würde es sofort wiedertun. (Naja. Sobald ich mehr Geld mitnehme, um auch mal was anderes als Gallo Pinto zu essen...)