Dienstag, 22. März 2011

Lalelu - nur der Mann im Mond schaut zu...

Die erste Woche der sogenannten MOCKS (siehe Post zuvor) sind vorbei und wir sind inzwischen an einem Punkt angekommen, wo sich der Stress nicht nur "langsam bemerkbar macht", sondern wir grundsätzlich erschöpft sind. Die wenigen Auszeiten, die wir uns gönnen scheinen manchmal auch noch kontraproduktiv und enden in nur 3 1/2 Stunden Schlaf in den folgenden Nächten und gelegentlichen Black-outs am Tag:

Trotzdem muss es gelegentlich sein, dass wir abschalten und das geht am besten, wenn man mit einer großen Truppe den Hügel raufkrackselt um sich den Sonnuntergang und den größten Mond seit 18 Jahren ansieht.

Diese Bilder beschreiben leider gar nicht das Farbzusammenspiel, dass wir Samstag sehen durften. Die Aussicht und Unmengen an Essen, die wir fürs Picknick eingepackt haben, haben sogar fast den unangenehm steilen Aufstieg entschädigt bei dem man fast rückwärts wieder zurückgestolpert ist.
Nur einmal oben angekommen, haben wir uns schön entspannen können (wenn wir auch beinahe erfroren sind...), haben Gitarre vorgespielt bekommen und gegessen.^^ Weil Essen eben doch Anyas, Dees, Joes und meine liebste Beschäftigung ist, haben wir für 3 Euro pro Person dabei gehabt:
- einen großen Topf improvisierten "Nudelsalat" (kalte Nudeln mit Thunfisch)
- 2,5l Coca Cola
- eine Cantaloupe Melone
- zwei Riesenbagguettes inklusive Frischkäse
- eine große Packung Chips
- Bananen mit Milkaschokolade überzogen
- mehr Bananen
- mehr Schokolade

Tatsächlich ist es mir persönlich immernoch ein Rätsel, wie man alleine (in kleineren Mengen) immer so viel Geld fürs Futter ausgibt, aber jedes Mal, wenn wir zusammen kochen und vorbereiten nur nen Bruchteil davon zu bezahlen scheinen...

Wie auch immer.^^ Am Donnerstag ist der Horror der MOCKS für mich endlich vorbei (habe gerade 9 von 13 Exams und damit 4/6 Fächern fertig) und der Horror der Finals tritt an seiner statt ein. Wenn mich auch schon so einige Secondyears für verrückt erklärt haben, werde ich Ostern (2 1/2 Wochen vor den Finals...) trotzdem für ein paar Tage an den Strand fahren. Dafür habe ich jetzt die letzten Monate gespart und bleibe eben dafür dieses verlängerte Wochenende hier *nick*

Naja, wie auch immer, Bio lernt sich nicht von alleine *wink* See ya!

Dienstag, 15. März 2011

Flieht, ihr Narren!

http://www.ibash.de/zitat_49481.html

"Willkommen im Club der Anonymen Mathehasser. Heute möchte ich einige neue Mitglieder begrüßen, die sich nun bitte selbst vorstellen."
"Guten Tag allerseits, mein Name ist Knutä und ich sollte eigentlich gerade Mathe lernen."
"Hallo, Knutä!"

Ich weiß, ich habe versprochen mir mehr Zeit für meinen Blog zu nehmen. Nur irgendwie geht das nicht, wenn man kaum Zeit zum Austicken hat und sonderlich viel verpasst habt ihr hier auch nicht...

+++Newsticker+++Newsticker+++Newsticker+++Newsticker+++

Akademisch
- In den letzten Wochen habe ich 50% meiner endgültigen Englischnote, 30% meiner Spanischnote und 25% meiner Bionote zum Abschluss gebracht (mündliche Prüfungen und Essays) mit doch sehr erfreulichen Ergebnissen :) Außerdem ist nun ein weiteres Trimester um, in dem ich insgesamt 36 Punkte (etwa 1,7 wenn man von 2 Extrapunkten für TOK und EE ausgeht) bekommen habe - nochmal mehr, als in den letzten Trimesterererereren.
Krankheit - Leider schlägt so der eine oder andere Stress inzwischen wortwörtlich auf den Magen (könnte aber auch an dem extremen Verzehr von Schokolade liegen, wer weiß...). Auf jeden Fall habe ich in den letzten Wochen mehr Zeit im Krankenraum verbracht, als mir lieb wäre...
Tsunami - Ich danke allen, die an mich gedacht haben und mich vor der Tsunamiwarnung auch für Costa Rica nach dem schreklichen Beben und Tsunami in Japan gewarnt haben. Seit nur versichert, dass San José sich etwa 1160m über dem Meeresspiegel befindet und wir ja nicht vorhatten am nächsten Tag an die Pazifikküste zu fahren....oder...warte mal...
Strand - Nachdem der Tsunami hier niemals ankam, sind wir tatsächlich mit unserer Residenz zu Do
ña Ana an die Pazifikküste nahe Puntarenas gefahren. Ich sage dazu nur...AFFEN.

Während unseres Aufenthaltes haben wir nämlich ganz viele süße und putzige und gierige Kapuzineräffchen bei uns gehabt, die wir mit unseren Apfelresten dazu bewegen wollten, den Mathelehrer zu attackieren.
Grease - In ein paar Wochen (3 oder so^^) führt die Schule wieder das alljährliche Musical auf. Als Mitglied der Besetzung, haben wir in der letzten Zeit viel unsere Solos geübt und leider weniger effiziente Proben gehabt.
Brinn - Ein Freund von mir, der jahrelang in Costa Rica gewohnt hat (außerhalb der Schule) und jetzt in New York studiert, ist gestern wieder in CR angekommen, also haben Lucy und ich uns aufgemacht und ihn und seine Collegefreunde und Danny gestern Abend getroffen :) Es hat mehr als gut getan, mal wieder Kontakt mit der Außenwelt zu haben...NORMALE Menschen. Naja, zumindest fast.
MOCKS - Das Böse hat einen Namen. Deswegen auch der Titel, denn wäre ich ein wenig intelligenter, hätte ich mich deutlich besser auf die VorIBKlausuren (sowas wie Vorabiklausuren) vorbereitet (oder auf Gandalf gehört) und wäre nicht soeben in Mathe durchgefallen. Aber hey, man kann ja nicht alles haben... *chrm* *duck*

Sooo und jetzt muss ich auch wieder an die Arbeit, denn Mocks gehen noch bis Ende nächster Woche. Zwei fertig fehlen noch 10 oder so.

*Knicks* My Royal Highness.
Your most humble servant.

Dienstag, 1. März 2011

A whole new world. A new fantastic point of view.

http://www.youtube.com/watch?v=t9-CS2v8wcc
Michse wieder da!
Wie Mama bereits unter meinem letzten Blogeintrag gepostet hat, war ich letzte Woche nämlich in La Gamba, also irgendwo im nirgendwo im Süden Costa Ricas ;) Wir hatten nämlich Projektwoche, die hier so viel mehr taugt als jede Projektwoche, die ich in Deutschland hatte :)

Um also Frieden auf Erden zu bringen und den geringfügigen Lagerkollaps zu überwinden, sind wir alle in verschiedene Richtungen Zentralamerikas gewandert. Während es manch einen nach El Salvador zog, oder wie mich letztes Jahr nach Nicaragua, bin ich allerdings dieses Jahr im Lande geblieben.
La Gamba ist ein kleines Dorf, dass genauso heißt, wie die österreichische Tropenstation nebenan.

Abgeschieden von der Welt, lebt hier eine Gemeinde von etwa 80 Leuten von der Arbeit, die die Tropenstation und die Umgebung so bieten. Um da allerdings überhaupt hin zu kommen, muss frau schon einen starken Magen haben, denn es geht mit einem winzigen Reisebus 7 Stunden lang durch die Berge.

(Gruppenfoto an der Busstation © Dominic)

An "Kilometro 35" rausgeschmissen, wurden wir dann von einem kleinen Minibus abgeholt. Endlich im Dorf angekommen, wurden wir direkt freundlich von den Bewohner im Gemeindehaus begrüßt :) Denn das besondere an dieser Projektwoche war die Unterbringung in Gastfamilien, die es offensichtlich gewohnt sind, Freiwilligengruppen aufzunehmen.

Dominic (Bahamas) und ich haben uns ein Zimmer bei unserer liebenswerten Gastmama Dejaneira (wenn ich das jetzt halbwegs richtig geschrieben habe) geteilt (siehe Foto © Dominic). Das Haus war zwar klein und vollkommen aus Holz und auch die eine oder andere Kakerlake hat uns des nachts besucht, aber wir hatten definitiv die beste Köchin des Ortes erwischt :) Sie hat es nicht nur geschafft Reis und Bohnen genießbar zu machen, sondern uns auch Sachen wie Kartoffelsalat aufzutischen, der fast genauso wie bei Mama geschmeckt hat!
Es war nur durchaus gewöhnungsbedürftig als Dusche einfach einen Wasserhahn in 1,50m Höhe zu finden - das Wasser war natürlich eiskalt. Tatsächlich haben wir uns gelegentlich ein Stück in der Zeit zurück versetzt, denn die wenigsten Häuser hatten Telefone und Internet gab es im ganzen Ort nicht. Dafür haben einen ganz andere Dinge entschädigt :)

Tatsächlich war die Freundlichkeit dieser Gemeinde überwältigend - wo auch immer wir uns zum Besprechen getroffen haben, wir wurden mit Wasser und Melone versorgt. Auch die Kinder, wegen denen wir ja eigentlich da waren, waren unglaublich süß und immer dankbar. Innerhalb dieser Zeit haben wir nämlich versucht ihnen Englisch beizubringen. Schwierige Angelegenheit, denn das Dorf hatte mal nen Englischlehrer - aber nur für einen Monat - dann hat derjenige die Kurve gekratzt.

Doch dass wir nach all den Tagen nur einen begrenzten Wortschatz vermitteln konnten, spielt auch keine großartige Rolle, denn oftmals ging es einfach um den Kontakt mit den Kindern, um ihnen das Gefühl zu geben, dass es auch eine Welt außerhalb des Dorfes oder sogar Costa Rica gibt.

Denn ich muss leider sagen, dass oft selbst das Material mit dem sie gelernt haben, nicht wirklich auf dem neuesten Stand war... *hust* Meine Entdeckung, die mehrmals in einem Buch der "Sozialwissenschaften" abgedruckt war:

(Einen Keks für denjenigen, der einen der vielen Fehler findet...)

Unter anderem haben wir auch die Zeit genutzt den Sport- und Spielplatz zu säubern und dabei auch gleich einige unerwartete Dinge wegschrubben dürfen...

Tatsächlich wusste keiner der Dorfbewohner etwas mit diesen Symbolen anzufangen, weswegen Klaudia (Österreich), Yuval (Isreal) und ich eine Erklärung abgegeben haben, während wir die Schmierereien vom Spielplatz gewischt haben.
Da die Organisatoren aber extrem aufgeregt waren, als sie hörten, aus wievielen verschiedenen Regionen wir kommen, haben wir am Donnerstag Abend - unterbrochen von einem halbstündigen Stromausfall - eine 'kulturelle Präsentation' zum besten gegeben - leider haben wir uns doch eher zum Affen gemacht, als alles andere...

Doch von dem, was wir für die Region tun konnten - was leider am Ende weniger war, als wir gehofft hatten - mal abgesehen, haben wir auch einige sehr extrem coole, lustige, schöne, hammergeile Erfahrungen gemacht :)

Ein beinahe unberührter kleiner Wasserfall, ein Fluss, Regenwald, ein bisschen grün und ein paar Hühner. Achja und PARTY.

So waren wir also 5 Tage lang gut beschäfigt und haben uns Freitag nachmittag wieder auf den Rückweg gemacht. Allerdings war der Rückweg 9 Stunden lang, da wir 5 mal von der Policia gestoppt und unsere Dokumente kontrolliert wurden. In der Region sei ein besonders brutaler Mord passiert und sie würden nach dem Täter suchen. Na dann... oO

Lotta: "Why do they give the 1m gun to the guy that looks the dumbest?"
Yuval: "Don't worry, this is a really bad gun, only 30cm of it are actually the gun, the rest is visual effects!"
Lotta: "Thanks, now I'm calm."


Wieder hier angekommen habe ich allerdings einige Zeit gebraucht, um mich von der Busreise zu erholen, Panikattacke mit Krankenwagen eingeschlossen. Da kann ich so kleine Aufmunterer immer gut gebrauchen, wie z.B:
(Frau Dr. Dr. med. Lilli meldet sich auch ohne kopierte Doktorarbeit zum Dienst und wird die nächste Bundeskatze *knuffel*)

oder auch: 2,8kg zuhause © Mama :)

edit: oder auch: DANKE SYLVIA :) Ist heute angekommen! *mjam*